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Vollständige Version anzeigen : Mal ein "Unfall" der anderen Art - bin recht ratlos... bitte um Hilfe!


Aspirin2006
28.07.2011, 05:42
Servus,

war gerade bei uns auf der A30 richtung Osnabrück Unterwegs. Dort wird momentan gebaut, ergo Baustelle auf 80km/h geregelt Kurz vor Hülhorst/Löhne wird der verkehr von meiner Fahrtrichtung auf die entgegenkommende Fahrspur umgeleitet. Normalerweise weisen Baken in Verbindung mit Fahrbahnmarkierungen die Umleitung an. Dort scheint aber jemand durch die Baken durchgebrettert zu sein. So weit so gut, hab ich ja nichts mit zu tun.

Nun aber folgendes:

Auf der nun entgegenkommenden, abgetrennten, Fahrbahn war nun eine Fußplatte mitten auf der fahrbahn, die man mitten in der Nacht um 4.30 Uhr nicht sehen konnte und ich natürlich mit meinem coupe volle Schlagseite drüber gefahren. Hab direkt über autotelefon die Polizei angerufen und das gemeldet, dass die doch bitte das beseitigen sollen um andere nicht weiter zu gefährden. Der Kollege von der Autobahnpolizei, an die man mich nun weiter geleitet hatte, fragte mich, ob ich einen Schaden am Fahrzeug hätte - was ich zunächst mit "momentan nichts erkennbares" beantwortete. Weiter auf der BAB unterwegs waren bei 140-200km/h die windgeräusche auf einmal so dermaßen laut und der wagen fuhr sich trotz überholter VA und Achsvermessung so schwammig, dass ich in Hiddenhausen abfuhr und meinen Wagen kontrollierte. auf den ersten Blick ncihts auffälliges - optisch.

Nun fahre ich und diese Geräusche während der Fahrt wurden zunehmend mehr. Wenn ich nun während der fahrt gegen die Frontscheibe drücke, werden die Geräusche wesentlich lauter (die Windschutzscheibe wurde letztes Jahr durch MB eingebaut, weil die alte einen Riss hatte). außerdem zieht er nun wesentlich stärker nach rechts und es klappert vorne rechts bei Straßenunebenheiten so, wie ein Flippertisch. Unfahrbar. Ich direkt zur Polizei und den schaden gemeldet.

Die haben nun die Daten an die Autobahnpolizei gefaxt und mir geraten ich sollte meiner Versicherung Bescheid sagen. Dort angerufen, meinten die, ohne Gegner könnten die keinen Schaden aufnehmen. Ich habe die Autobahnpolzei noch einmal angerufen und denen den Sachverhalt durchgegeben und die sagten, es sei ein Vollkaskoschaden, da der Verursacher für den Durchbruch der Baken unfallflüchtig sei.

Nur mit dem Hab ich doch eigentlich nichts zu tun, oder? Diese Fußplatte für die Verkehrsbaken gehören doch zur Autobahn oder dem Baustellenbetreiber? Also müsste er doch eigentlich für den Schaden aufkommen, oder seh ich das falsch? Die durchbrochene Bake ist nen halben Kilometer und dann auf der anderen Fahrbahn (nicht Fahrspur!) liegend gewesen... ob das nun zusammenhängt, kann ich nicht sagen. Wenn jetzt Baustellenmaterial auf der Straße liegt, ohne, dass jemand eine Bake durchbrochen hat, wer würde dann zahlen? Diese Fußplatte ist übrigens trotz Licht und angepasster Geschwindigkeit nicht zu sehen gewesen bzw erst als es zu schon zu spät war...

Ich bin total ratlos, hatte gerade meinen Wagen wieder fit und wollte das Wochenende nach Dortmund fahren... was ich nun zumindest mit Stern vergessen kann. Hab den Schaden auf der Autobahn ja direkt bei der Polizei gemeldet und als ich den Schaden an meinem Fahrzeug festgestellt habe bin ich ja auch direkt zur Polizei und hab das gemeldet. Der hat mich nur als Geschädigter aufgenommen, mir aber keinerlei Unterlagen gegeben, außerdem sollte ich nichts gegenzeichnen. Die Daten hat er der Autobahnpolizei zugefaxt und die wollen mir jetzt einen Fragebogen bzgl des Unfallhergangs schicken...

Nur was soll ich eurer Meinung nach nun tun? MB/freie werkstatt und Kostenvoranschlag machen, wo der Schaden drin festgehalten wird?

Ich bin ratlos, die Polizei konnte mir nicht wirklich helfen und die Versicherung nimmt sich nichts an...

so langsam glaub ich echt, dass da jemand nicht möchte, dass ich mein Coupé weiter fahre....

bin ratlos, so kann ich mein CE auf jeden Fall nicht mehr weiter fahren. Nicht verkehrssicher... und neue Windschutzscheibe, Stoßdämpfer (SA 653), Achsvermessung + Kleinteile sind alleine ohne Lohn bestimmt 1500-2000 Euro... und wer weiß, was da evtl noch im Argen ist (Lenkung etc...)

Niedergeschlagene Grüße,
Gordon

PS: Es handelt sich übrigens um so ein Teil hier:
http://www.upps.at/shop/images/product_images/info_images/694_0.gif

scoantares
28.07.2011, 07:20
Autsch, das ist ja ein übles Teil und wenn das noch mitten auf der Fahrbahn liegt das arme Coupe :cry2:
Mein Cousin (Polizist) meinte die Straßenmeisterrei wäre vieleicht noch ein Anlaufpunkt, da die für die Baustelle verantwortlich sein, auch wenn der Barkenfuß von einem anderen Auto durchbrochen wurde.. könnte auch sein das die denn Falsch gestellt hatten und es dardurch erst zu dem ersten Unfall gekommen ist. Dann wäre dein Unfall ein Folgeschaden und müsste über deren Versicherung gehen oder es hat sich dort bereits der fahrer gemeldet der die Barke wechgehauen hat.
Deine Anzeige bei der Polizei ... da gehst du hin und sagst denen du brauchst für die Versicherung den Unfallmeldebogen (hast du eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt?), denn müssen sie dir aushändigen.

gruß Bastian

Schopy
28.07.2011, 10:56
liegt aber nur im verantwortungsbereich der straßenmeisterei, wenn ihr ein schuldhaftes verhalten nachweisbar ist; z.b. von vornherein falsche aufstellung, oder das ding lag da seit stunden rum, es war der meisterei/polizei bekannt und niemand hat sich drum gekümmert.

ansonsten ist tatsächlich derjenige dafür verantwortlich, der das dingen in den fahrbahnbereich geschossen hat. und wenn der flüchtig ist, hat man als unfallgeschädigter das nachsehen... im übrigen ist das ein verkehrsunfall, man braucht keinen unfallgegner, um das aufnehmen zu lassen. nur kommt die polizei bei bagatellschäden (d.h. unter soundsoviel euro und ohne personenschäden) oft nur noch ungern raus, um etwas aufzunehmen. öffentlicher dienst ist nunmal mangelwirtschaft und personal wird immer knapper, bei gleichzeitig immer mehr übertragenen aufgaben.

genaugenommen lag in deinem falls aber ja fahrerflucht vor und die beamten hätten sich drum kümmern müssen...ist ihnen aber vielleicht nicht anzulasten, wenn du denen deinen eigenen schaden anfangs als "eher nicht vorhanden" genannt hast.

rufe doch ainfach zu einem späteren zeitpunkt nochmal bei der zuständigen BAB-Polizei an und frage, was aus dem ding geworden ist. evtl. hat sich im nachhinein noch etwas ergeben.

gruß

2.5litertee
28.07.2011, 11:18
liegt aber nur im verantwortungsbereich der straßenmeisterei, wenn ihr ein schuldhaftes verhalten nachweisbar ist; z.b. von vornherein falsche aufstellung, oder das ding lag da seit stunden rum, es war der meisterei/polizei bekannt und niemand hat sich drum gekümmert.

ansonsten ist tatsächlich derjenige dafür verantwortlich, der das dingen in den fahrbahnbereich geschossen hat. und wenn der flüchtig ist, hat man als unfallgeschädigter das nachsehen... im übrigen ist das ein verkehrsunfall, man braucht keinen unfallgegner, um das aufnehmen zu lassen. nur kommt die polizei bei bagatellschäden (d.h. unter soundsoviel euro und ohne personenschäden) oft nur noch ungern raus, um etwas aufzunehmen. öffentlicher dienst ist nunmal mangelwirtschaft und personal wird immer knapper, bei gleichzeitig immer mehr übertragenen aufgaben.

genaugenommen lag in deinem falls aber ja fahrerflucht vor und die beamten hätten sich drum kümmern müssen...ist ihnen aber vielleicht nicht anzulasten, wenn du denen deinen eigenen schaden anfangs als "eher nicht vorhanden" genannt hast.

rufe doch ainfach zu einem späteren zeitpunkt nochmal bei der zuständigen BAB-Polizei an und frage, was aus dem ding geworden ist. evtl. hat sich im nachhinein noch etwas ergeben.

gruß
Seh ich genauso, aber - Prinzipiell kann im Baustellenbereich und sowieso auf Straßen immer was liegen und sei es nur ein Spanngurt (mit Ratsche), nach der grauen Theorie musst du ja immer so fahren, dass du sowas sehen kannst...auch am Geburtstag! (Glückwunsch nachträglich)
Klar musst du schauen was kaputt ist (Stabihalter, Domlager etc und die verbogenen Teile ersetzen. KVA kann Geld kosten, würde ich aber machen. Zuständig ist die AM du kannst auch noch schauen ob es noch mehr leute geschafft haben das Ding mitzunehmen, um dich abzusichern, dass das Ding bei 60 nicht zu sehen war. Letztendlich wird das über irgendeinen Lastenausgleich gehen und ewig dauern. Aber egal was es ist, es ist billiger als ein Golf.