blair1304
31.07.2007, 10:35
Schaut mal, steht heute bei uns in der Zeitung - war ja klar, dass das nur mit nem Benz zu schaffen ist :)
Mit Gottvertrauen durch die Sahara
Theologie-Studenten sind mit zwei alten Autos auf dem Weg nach Mauretanien
VON NICOLE SIELERMANN
Löhne. Es ist ein Urlaub der etwas anderen Art. "Wir brauchen Abenteuer und Abwechslung", sagt Pascal Ehlebracht und lacht. Und die bekommen er und seine drei Studienfreunde – Christian Schierholz, Andreas Ficker und Jonathan Löchelt – in den nächsten Wochen genug. Mit zwei gebrauchten Mercedes-Benz machten sie sich gestern auf den Weg. Nach Mauretanien, quer durch die Sahara, geht die Reise.
"Ein Bekannter hat von Mauretanien geschwärmt", erinnert sich Ehlebracht (23). Und weil die vier Freunde schon immer mehr auf Alternativ- statt auf Pauschalurlaub stehen, brauchten sie nicht lange zu überlegen. Vor einem halben Jahr starteten die Planungen, inzwischen sind neben den vier Jungs noch weitere Mitfahrer gefunden. "Wir haben unsere Reise im Internet bei einer Mitfahrzentrale angeboten."
Der erste Reisende kam bereits gestern in Bad Oeynhausen an Bord: "Ein Nigerianer." Weitere folgen auf der Reise. "In Köln steigt eine Frau mit ihrem zweijährigen Kind zu, die bis Spanien mitfährt. Wir transportieren noch zwei Nähmaschinen und Reisetaschen nach Marokko und einen Anhänger bis Spanien", zählt Andreas Ficker (25) auf, der wie Pascal und Jonathan (24) Theologie studiert. Ob die und die vier Freunde ankommen – das ist ungewiss. "Das kann auch floppen und wir bleiben unterwegs stehen", sagt Jonathan Löchelt und zuckt mit den Schultern. Doch Schrauber Pascal und Andreas, den sie liebevoll "DDR-Erfindergeist" nennen, sind gerüstet.
Die Jungs sehen die Reise locker. Und vertrauen zudem auf die Hilfe von oben. "Wir wollen mit Gottes Hilfe fahren", sagt Pascal Ehlebracht. "Wir werden morgens mit dem Bibellesen und Gebeten starten und hoffentlich auf der Reise gute Gespräche untereinander führen."
7.500 Kilometer liegen vor den Studenten. Und ein weiteres Ziel: "Wir haben uns zwei Gebrauchtwagen gekauft, die wir da unten eigentlich verkaufen wollen." Wobei die Vier sich noch nicht einmal sicher sind, ob die Autos die Reise überstehen. "Der eine ist so alt wie ich. 23 Jahre", sagt Pascal Ehlebracht schmunzelnd. 5.000 Euro hat er von seinem Ersparten dafür auf den Tisch gelegt.
"Ich bin blank. Das Geld sitzt unterm Hintern. Die müssen wir also los werden." Und das, obwohl der afrikanische Markt inzwischen für Gebrauchtwagen, die älter als fünf Jahre sind, gesperrt ist. Basel, Valencia, Gibraltar und Marokko stehen für die ersten Tage auf dem Etappenplan. Danach geht’s quer durch die Sahara. "Von Agadir sind es 1.000 Kilometer durch die Wüste. Wobei die Straße geteert ist und nah an der Küste entlangführt", hat sich Jonathan Löchelt bereits auf der Karte angeschaut. Ganz ungefährlich ist der Weg aber nicht: "Da sind noch sehr viele Minenfelder rechts und links der Straße. Und es gibt Banditen und illegale Autohändler. Man darf also nicht vom Weg abkommen", ergänzt Pascal Ehlebracht.
Ist das geschafft, die Autos verkauft, soll es vom Ziel – Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens – per Flieger nach Agadir gehen. Land, Leute und Kultur wollen die Vier kennenlernen, wollen sich mit Händen und Füßen und wenigen Brocken Französisch und Arabisch durchs Land schlagen und vor allem eines: "Lebendig wiederkommen."
Mit Gottvertrauen durch die Sahara
Theologie-Studenten sind mit zwei alten Autos auf dem Weg nach Mauretanien
VON NICOLE SIELERMANN
Löhne. Es ist ein Urlaub der etwas anderen Art. "Wir brauchen Abenteuer und Abwechslung", sagt Pascal Ehlebracht und lacht. Und die bekommen er und seine drei Studienfreunde – Christian Schierholz, Andreas Ficker und Jonathan Löchelt – in den nächsten Wochen genug. Mit zwei gebrauchten Mercedes-Benz machten sie sich gestern auf den Weg. Nach Mauretanien, quer durch die Sahara, geht die Reise.
"Ein Bekannter hat von Mauretanien geschwärmt", erinnert sich Ehlebracht (23). Und weil die vier Freunde schon immer mehr auf Alternativ- statt auf Pauschalurlaub stehen, brauchten sie nicht lange zu überlegen. Vor einem halben Jahr starteten die Planungen, inzwischen sind neben den vier Jungs noch weitere Mitfahrer gefunden. "Wir haben unsere Reise im Internet bei einer Mitfahrzentrale angeboten."
Der erste Reisende kam bereits gestern in Bad Oeynhausen an Bord: "Ein Nigerianer." Weitere folgen auf der Reise. "In Köln steigt eine Frau mit ihrem zweijährigen Kind zu, die bis Spanien mitfährt. Wir transportieren noch zwei Nähmaschinen und Reisetaschen nach Marokko und einen Anhänger bis Spanien", zählt Andreas Ficker (25) auf, der wie Pascal und Jonathan (24) Theologie studiert. Ob die und die vier Freunde ankommen – das ist ungewiss. "Das kann auch floppen und wir bleiben unterwegs stehen", sagt Jonathan Löchelt und zuckt mit den Schultern. Doch Schrauber Pascal und Andreas, den sie liebevoll "DDR-Erfindergeist" nennen, sind gerüstet.
Die Jungs sehen die Reise locker. Und vertrauen zudem auf die Hilfe von oben. "Wir wollen mit Gottes Hilfe fahren", sagt Pascal Ehlebracht. "Wir werden morgens mit dem Bibellesen und Gebeten starten und hoffentlich auf der Reise gute Gespräche untereinander führen."
7.500 Kilometer liegen vor den Studenten. Und ein weiteres Ziel: "Wir haben uns zwei Gebrauchtwagen gekauft, die wir da unten eigentlich verkaufen wollen." Wobei die Vier sich noch nicht einmal sicher sind, ob die Autos die Reise überstehen. "Der eine ist so alt wie ich. 23 Jahre", sagt Pascal Ehlebracht schmunzelnd. 5.000 Euro hat er von seinem Ersparten dafür auf den Tisch gelegt.
"Ich bin blank. Das Geld sitzt unterm Hintern. Die müssen wir also los werden." Und das, obwohl der afrikanische Markt inzwischen für Gebrauchtwagen, die älter als fünf Jahre sind, gesperrt ist. Basel, Valencia, Gibraltar und Marokko stehen für die ersten Tage auf dem Etappenplan. Danach geht’s quer durch die Sahara. "Von Agadir sind es 1.000 Kilometer durch die Wüste. Wobei die Straße geteert ist und nah an der Küste entlangführt", hat sich Jonathan Löchelt bereits auf der Karte angeschaut. Ganz ungefährlich ist der Weg aber nicht: "Da sind noch sehr viele Minenfelder rechts und links der Straße. Und es gibt Banditen und illegale Autohändler. Man darf also nicht vom Weg abkommen", ergänzt Pascal Ehlebracht.
Ist das geschafft, die Autos verkauft, soll es vom Ziel – Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens – per Flieger nach Agadir gehen. Land, Leute und Kultur wollen die Vier kennenlernen, wollen sich mit Händen und Füßen und wenigen Brocken Französisch und Arabisch durchs Land schlagen und vor allem eines: "Lebendig wiederkommen."