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Biosprit
28.02.2011, 15:31 Uhr
E10 wird immer mehr zum Problem: Die Autofahrer machen der Politik und den Ölkonzernen in Sachen E10 einen dicken Strich durch die Rechnung: Bisher sind die Verbraucher überwiegend nicht bereit, den neuen BiokraftstoffE10 mit zehn Prozent Ethanol zu tanken, entgegen den Plänen von Umweltminister Norbert Röttgen. Das bringt gleich eine ganze Reihe von Schwierigkeiten mit sich.
E10: Ein Teil der Kunden traut sich nicht - die anderen weigern sich
Nach den Erfahrungen der Mineralölfirmen an ihren Tankstellen ist ein Teil der Kunden schlicht verunsichert und weiß nicht, ob das eigene Auto den neuen Kraftstoff verträgt. Rund drei Millionen Autos in Deutschland dürfen kein E10 tanken, oder sie gehen sofort kaputt. Ein weiterer Teil der Kunden will den neuen Sprit aus Pflanzen einfach nicht: Er ist qualitativ schlechter als Benzin aus fossilem Öl, enthält weniger Energie und mindert die Fahrleistung gegenüber 98-Oktan-Benzin um zwei bis drei Prozent.
E10: 70 Prozent tanken lieber Super Plus
Am Wochenende schlug die Mineralölbranche Alarm. Rund 70 Prozent der Autofahrer, die E10 tanken könnten, füllten lieber Super Plus mit 98 Oktan in ihren Tank. Damit zahlen sie für eine Tankfüllung bis zu fünf Euro mehr. Dieser Preisnachteil wird durch höhere Fahrleistung zum Teil wieder ausgeglichen. Die Ölfirmen sagen es nicht öffentlich, aber hinter den Kulissen wächst langsam Panik: Die Raffinerien haben große Mengen E10-Benzin produziert, das sich jetzt nicht wie erwartet absetzen lässt. Die Tanklager sind voll davon. Der Stoff lässt sich nicht exportieren und er muss bald verkauft werden, denn es handelt sich um Winterware, die nur noch bis April die Anforderungen erfüllt.
Super Plus könnte aufgrund der erhöhten Nachfrage knapp werden
Weil die Autofahrer nunmehr 98-Oktan-Benzin mit nur fünf Prozent Ethanol nachfragen, kommt die Branche ebenfalls unter Druck. Bislang entfiel rund 95 Prozent des Benzinabsatzes in Deutschland auf Super; Super Plus mit 98 Oktan ist eine Nischensorte. Darauf ist die gesamte Logistik ausgelegt, von der Produktion in den Raffinerien bis zur Größe der Tanks in den Tankstellen. Die Produktion kann auch nicht beliebig ausgeweitet werden: Aus technischen Gründen kann eine Raffinerie maximal 15 bis 20 Prozent 98-Oktan-Benzin herstellen. Und weil die Tanks an den Tankstellen zu klein sind, müssen sie mehrmals täglich angefahren werden, was hohe Kosten verursacht. Folge: Die Versorgung mit Super Plus ist nicht mehr sicher. Es wird eng.
Preisunterschied zwischen E10 und Super Plus acht Cent pro Liter
"Die Ölkonzerne setzen jetzt auf einen Verhinderungspreis", sagt Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst EID in Hamburg. Der Unterschied zwischen E10 und Super Plus beträgt stellenweise acht Cent je Liter. Dafür hat sich die Branche mehrfach massive Kritik von Umweltminister Röttgen und der Autofahrer-Lobby vom ADAC eingefangen. "Es war immer klar, dass die Einführung von E10 nicht zur Benachteiligung jener Autofahrer führen darf, deren Fahrzeuge den Kraftstoff nicht vertragen", sagte Röttgen in der "ADAC-Motorwelt". Für ihn bedeute dies, dass Tankstellen Super E5 etwa fünf bis acht Cent billiger anbieten müssten als Super Plus.
Mineralölbranche drohen Strafen, wenn nicht genug E10 abgesetzt wird
Daraufhin platzte der Ölbranche der Kragen. "Uns reicht es", sagt Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV). "Wir sind gezwungen, die Biokraftstoffpolitik des Umweltministers umzusetzen und wir setzen alle Anstrengungen daran, trotz der offensichtlichen Abneigung der Kunden." Röttgen solle sich klar dazu bekennen, dass anspruchsvolle Biokraftstoffziele auch höhere Preise für den Verbraucher bedeuteten. Die Ölbranche muss 6,25 Prozent ihres Kraftstoffes (gemessen am Energieinhalt) aus pflanzlicher Produktion verkaufen, sonst drohen hohe Strafen. Das schaffen sie aber nur, wenn die Autofahrer E10 als Standardkraftstoff akzeptieren: "Wir sind zum Erfolg von E10 verdammt", sagt ein Mineralölmanager.
Autofahrer müssen Streit ausbaden
Das Umweltministerium und der ADAC sehen die Ölkonzerne in der Pflicht, die Autofahrer besser zu informieren. Die jedoch reichen diese Anforderung weiter an die Autoindustrie, weil nur der Hersteller eines Autos darüber Auskunft geben könne, welchen Sprit es verträgt. Der ADAC habe zudem auch keine hilfreiche Rolle gespielt, sondern sich darauf beschränkt, auf die Mineralölfirmen einzudreschen, heißt es beim MWV. So sind alle aufeinander sauer. Der Autofahrer kann sehen, wie er zurechtkommt.
ex Vento
28.02.2011, 21:06
Ich biete mich an, 1-2000 Liter E10 kostenfrei zu entsorgen:thumbsup:
fleibaka
01.03.2011, 07:36
cool,
das ist eine Art Protest (auch wenn dieser durch Unsicherheit ausgelöst ist), mit dem ich nie gerechnet hätte :D
fleibaka
naja das ist wohl die beste art des protestes... und trifft sie alle genau in den eiern! :rolleyes:
ich habe bis heute noch immer keine einzige E10 zapfsäule gesehen! und ich werds auch erstmal nicht tanken weil nich notwendig. hab keine angst das mein auto kaputt geht aber ich steh auf höheren wirkungsgrad...
dieser umweltschutzaugenwischerei geb ich mich nicht hin. weder E5 noch E10 ändert was an der umweltsituation.
den endverbraucher zu informieren hat meiner meinung nach die politik, denn die wollten dass so. wälzen das schön ab... mitleid mit den mineralölabziehern muss man aber auch nicht haben, die werden schon nicht arm. und zahlen müssen wir ja sowieso ständig drauf...
also nur weiter so!
Moin!
Ich habe bislang EINE E10-Preistafel, nahe Alfeld, gesehen. Die war allerdings noch (schon wieder?) abgeklebt. Getankt hab ich´s noch nie, ging ja auch gar nicht. Das Kauf- (Tank-) Verhalten ist sonst aber nachvollziehbar.
JaJa, die arme Petrochemie....
Und, zu Ende gedacht, die Moral von der Geschicht´?
Ha´m die Reichen der Welt kein Öl mehr, hat der Arme zu fressen nicht, oder was!?
HENK
Aus dem MT von heute:
Wirtschaft: Engpass an Tankstellen – Verbraucher meiden Biosprit E10
Berlin (dpa). Mit einem eindringlichen Appell an die Autofahrer hat die Mineralölwirtschaft zum Umstieg auf das neue Bio-Super E10 aufgerufen. "Wir haben wirklich große Probleme", räumte Klaus Picard, der Hauptgeschäftsführer des Minerölwirtschaftsverbandes, in Berlin ein. Verunsicherte Autofahrer meiden den neuen Bio-Sprit und sorgen damit an den Tankstellen für massive Engpässe bei den alternativen Sorten wie Super Plus mit 98 Oktan. Nach Berechnungen können diesen Kraftstoff 93 Prozent der in Deutschland angemeldeten Autos nutzen.
:thumbsup: :thumbsup:
j.-tommy
03.03.2011, 09:26
wenn das die "verbraucher" noch 4 wochen lang durchhalten, bekommen einige tankstellen nen richtiges problem...
da ethanol wasser anzieht ENTmischt sich die brühe mit der zeit...und lässt sich nicht mal eben mit nem quirl wieder VERmischen...;)
das bedeutet, dass die tolleranzen für wasser in den tankstellentanks überschritten werden...was in einzelnen fällen sogar dazu führen kann, dass die plörre wieder ausgepumpt werden muss...;)
ja sie neigen ja in der presse zum dramatisieren. ein bisschen wirds wohl dauern bis sie ernsthaft in schwulitäten kommen. aber so solls sein...
Finanzen > Finanznachrichten03.03.2011
Die massiven Absatzprobleme beim neuen Bio-Sprit E10 rütteln eine ganze Branche auf - und die Autofahrer stehen weiter verunsichert vor den Zapfsäulen. Die Mineralölwirtschaft klagte am Donnerstag, sie werde zum Verkauf eines Ladenhüters gezwungen.
Der Bauernverband wetterte, die Benzinproduzenten hätten sich das Problem mit mieser Informationspolitik selber eingebrockt. Und ausgerechnet für die bisher von den Querelen verschonten Fahrer eines Diesels gibt es nun auch noch schlechte Nachrichten: Ihr Sprit könnte nach Einschätzung der Branche bald teurer werden als Benzin.
Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) und seine Benzinproduzenten fühlen sich bei der Einführung des neuen Bio-Sprits E10 bevormundet und unter wirtschaftlichen Druck gesetzt. "Unter Marktbedingungen würden wir natürlich einen solchen Kraftstoff wieder zurückziehen. Aber wir haben keinen freien Markt, sondern massiven staatlichen Eingriff", sagte der MWV-Chef Klaus Picard dem ARD-"Morgenmagazin".
Das Problem mit dem neuen Sprit E10 mit zehn Prozent Bio-Ethanol-Anteil spitzt sich seit einigen Tagen zu. Super soll nach und nach komplett von E 10 ersetzt werden. Und eigentlich könnten 90 Prozent aller Benziner E10 tanken, doch nur ein Bruchteil der Autofahrer macht es. Die meisten meiden das neue Produkt und nutzen die verbleibende Alternativen - das ist Super Plus mit 98 Oktan. Die Folge: Die Raffinerien und Tankstellen bleiben auf dem E10 sitzen, und das stärker begehrte Super Plus wird vielerorts knapp.
Aus Sicht von Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ist die Branche selber mit schuld daran, dass es so viele E10-Muffel gibt. Es sei kein Wunder, dass viele Autofahrer nicht wüssten, ob ihr Auto E10 verträgt, erklärten er und der Chef des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft, Norbert Schindler. "Der Verweis auf die nur im Internet verfügbare E10-Verträglichkeitsliste der Deutschen Automobil Treuhand DAT ist für die Verbraucherinformation völlig unzureichend."
Die Liste müsse an jeder Tankstelle ausliegen, forderten die beiden. Schindler ist Vizepräsident im Bauernverband. Für Landwirte ist die Kraftstoffbranche ein Geschäftsfeld: Die zehn Prozent Ethanol in E10 werden etwa aus Weizen, Rüben oder Mais gewonnen. Auch dem herkömmlichen Super und Super Plus werden Bio-Ethanol beigemischt, jedoch nur fünf Prozent. Daher heißen die alten Spritsorten auch E5.
Die Benzinbranche ist gesetzlich verpflichtet, das neue E10 unters Volk zu bringen. Es soll weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) freisetzen. Bleibt E10 aber ein Ladenhüter, drohen der Branche Strafzahlungen. "Wir können nur sagen: Wir müssen das umsetzen. Und im Endeffekt ist das Gesetz nicht für uns gemacht, sondern es zwingt den Verbraucher, zehn Prozent Ethanol zu tanken", sagte Picard. Die Bundesregierung hatte mit der E10-Regelung Vorgaben der EU erfüllt.
Der MWV-Chef hatte auch eine besorgniserregende Botschaft für alle Diesel-Fahrer und das Transportgewerbe: Die anziehende Konjunktur beschere den Berufskraftfahrern mehr Aufträge und gleichzeitig schafften sich immer mehr Autofahrer einen Diesel an. Die Folge: Die Nachfrage steige und treibe den Preis für Diesel in die Höhe - immer näher zum noch leicht teureren Benzin. "Diesel kann sogar teurer werden als Super", sagte Picard der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).
Falls sich nichts ändert, hat der MWV seine Marschrichtung auch schon festgelegt: Die Branche droht, das E10 wieder vom Markt zu nehmen und wieder die herkömmlichen Sorten Super und Super Plus in den gewohnten Mengen herzustellen. Weil sie die Vorgaben der Politik dann nicht erfüllen würde, wären Strafzahlungen die Folge. Bei jedem statt E10 verkauften Liter sind dies zwei Cent. Zahlen müssten das die Autofahrer - denn die Strafe würde auf den Preis aufgeschlagen.
Sarkasto
03.03.2011, 16:11
was ich irgendwie immernoch nicht naiv-logisch nachvollziehen kann - warum muss etwas teurer werden wenn die nachfrage steigt - oder parallel - selten wird etwas billiger wenn die nachfrage sinkt. steigen die produktionskosten / liter diesel wenn mehr gekauft wird ?
nich das es mich jetzt wirklich tangiert was die in D treiben - nur wenn der diesel in D teurer wird , wird das auch hier passieren. letzte woche hatten wir schon mal den gleichen preis - vill zum antesten. :)
j.-tommy
03.03.2011, 16:39
treibstoff ist doch schon lange kein wirtschaftsgut mehr...
also gelten da auch diese regeln nicht...:confused:
E10: Biosprit-Einführung vorerst gestoppt
03.03.2011, 15:41 Uhr
E10: Der Ärger um den neuen Kraftstoff nimmt kein Ende (Foto: dpa)
Erste Reaktion auf die E10-Verweigerung der Autofahrer: Nach den massiven Absatzproblemen mit dem neuen Biosprit E10 wird die bundesweite Einführung vorläufig gestoppt. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Minerölwirtschaftsverbandes (MWV), Picard, der Deutschen Presse-Agentur.
"Das System platzt sonst", sagte Oicard mit Blick auf Versorgungsengpässe bei anderen Benzinsorten, die wegen des Käuferstreiks bei E10 verstärkt getankt werden.
Die Hälfte der Tankstellen in Deutschland führt bereits E10
Bisher wurde E10 bei knapp der Hälfte der bundesweit 15 000 Tankstellen eingeführt - vor allem im Osten und Süden des Landes. Nach den Angaben von Picard solle zunächst abgewartet werden, ob die Verbraucher den Sprit in den kommenden Tagen annehmen.
Aral verschiebt E10-Einführung in Nordrhein-Westfalen
Erst dann könne E10 in den restlichen Regionen Deutschlands eingeführt werden. Es gebe derzeit massive Versorgungsprobleme bei anderen Spritsorten, wie Super Plus. Zudem könnten viele Raffinerien ihren vollen E10-Tanks nicht leeren. Zuvor war berichtet worden, dass der deutsche Marktführer auf dem Tankstellenmarkt, Aral, die geplante Einführung des neuen Biosprits in Nordrhein-Westfalen verschiebt.
Appell an Autofahrer: Tankt bitte E10
Mit einem eindringlichen Appell an die Autofahrer hatte die Mineralölwirtschaft am Mittwoch zum Umstieg auf den neuen Bio-Supersprit E10 aufgerufen. Picard rief die Autofahrer auf, das neue Super-Benzin E10 mit einer Beimischung von zehn Prozent Ethanol zu tanken. Zudem sollen die Informationen an Tankstellen besser werden, damit Fahrer wissen, ob ihre Autos E10 vertragen. Nach neuen Berechnungen vertragen 93 Prozent der in Deutschland angemeldeten Autos E10, von den deutschen Fabrikaten sogar 99 Prozent.
Hinweis auf Liste der DAT unzureichend
Aus Sicht von Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ist die Branche selber mit schuld daran, dass es so viele E10-Muffel gibt. Es sei kein Wunder, dass viele Autofahrer nicht wüssten, ob ihr Auto E10 verträgt, erklärten er und der Chef des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft, Norbert Schindler. "Der Verweis auf die nur im Internet verfügbare E10-Verträglichkeitsliste der Deutschen Automobil Treuhand DAT ist für die Verbraucherinformation völlig unzureichend."
Für Landwirte ist die Kraftstoffbranche ein Geschäftsfeld: Die zehn Prozent Ethanol in E10 werden etwa aus Weizen, Rüben oder Mais gewonnen. Auch dem herkömmlichen Super und Super Plus werden Bio-Ethanol beigemischt, jedoch nur fünf Prozent. Daher heißen die alten Spritsorten auch E5.
Minerölwirtschaftsverband drohen Strafzahlungen
Bleibt E10 ein Ladenhüter, drohen der Branche Strafzahlungen. Falls sich nichts ändert, hat der MWV seine Marschrichtung bereits festgelegt: Die Branche droht, auf E10 ganz zu verzichten und wieder verstärkt die herkömmlichen Sorten Super und Super Plus in den gewohnten Mengen herzustellen. Weil sie die Vorgaben der Politik dann nicht erfüllen würde, wären Strafzahlungen die Folge. Bei jedem statt E10 verkauften Liter sind dies bei Super Plus mit fünf Prozent Ethanol zwei Cent. Zahlen müssten das wohl die Autofahrer - denn die Strafe könnte auf den Preis aufgeschlagen werden.
Sarkasto
03.03.2011, 17:40
Die Nachfrage steige und treibe den Preis für Diesel in die Höhe - immer näher zum noch leicht teureren Benzin. "Diesel kann sogar teurer werden als Super"
Nach den massiven Absatzproblemen mit dem neuen Biosprit E10 wird die bundesweite Einführung vorläufig gestoppt.
demnach sollte E10 also super billig werden
:)
.sollnse das Zeug doch in Flaschen abfüllen und gratis an die Trunkies verteilen.........ICH tank diesen Schnodder nicht !
kingly regards, Steff
:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
http://www.motorrad-news.com/2011/03/03/biosprit-einfuehrung-super-e10-vorerst-gestoppt/
ex Vento
03.03.2011, 18:43
Mein Angebot steht, 1-2000 liter von der Plörre entsorge ich kostenlos
schonmalbeimobilenacheinerfettenamischleudersuchen :thumbsup:
hab gestern super getankt, war billiger als E10 bei einer markentanke an der ich hinterher vorbei bin... soviel zu BILLIGER... :rolleyes:
Angst vor E10: Polizei darf keinen Biosprit tanken
Kiel – Behördenleitung weist alle Dienststellen an, auf den umstrittenen neuen Treibstoff zu verzichten. „Wir wollen den Fuhrpark nicht lahmlegen.“
Aus Angst vor Motorschäden dürfen Einsatzwagen der schleswig-holsteinischen Polizei nicht mit dem umstrittenen Kraftstoff E10 betankt werden. Die Anweisung des Landespolizeiamts betrifft 160 mit Superbenzin betriebene Einsatzfahrzeuge. Grund sei, dass es noch keine eindeutigen Aussagen von Herstellern und Werkstätten zur Verträglichkeit des Kraftstoffs für die Motoren gebe, sagt Sprecherin Jessica Wessel.
„Bevor wir unseren Fuhrpark komplett lahmlegen oder größere Reparaturen provozieren, gehen wir auf Nummer sicher“, erklärt Wessel. Eine entsprechende Anweisung, auf E10 zu verzichten, sei an alle Dienststellen herausgegeben worden. Der Verzicht auf den neuen Biosprit habe das Dezernat Kraftfahrzeugwesen gemeinsam mit allen Polizeidirektionen im Land getroffen. Thomas Giebeler, Sprecher von Innenminister Klaus Schlie (CDU), bekundet Rückendeckung: „Der Minister steht hinter dieser fachlichen Entscheidung.“
Rund 1200 Einsatzfahrzeuge gibt es in Schleswig-Holstein, die meisten davon sind mit Dieselmotoren ausgestattet. Im Wesentlichen handelt es sich bei den vom E10-Verbot betroffenen Benzinern um die Fabrikate VW, Opel und Ford, aber auch um 50 Krafträder. Sie alle müssen demnächst auf das pro Liter bis zu acht Cent teurere Super-Plus umsteigen. Denn das herkömmliche Super verschwindet vom Markt.
Die von der Bundesregierung beschlossene Einführung von E10 gilt als umstritten. Rainer Wiek vom Energieinformationsdienst (EID) in Hamburg: „Das negative Image des neuen Sprits ist kaum mehr wettzumachen.“ Die Diskussion drehe sich längst darum, ob E10 überhaupt einen Beitrag zum Umweltschutz darstelle. „Die Verbraucher werden so lange nicht tanken, wie die Autohersteller nicht gezwungen werden, rechtsverbindlich zu erklären, ob E10 auf Dauer schadlos getankt werden kann“, kritisiert die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände (CDH). Eine Umkehr der Beweislast zugunsten des Verbrauchers sei zwingend erforderlich. Auch Gerd Billen, Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, fordert eine erweiterte Garantie der Autohersteller. Sie wollen aber weiterhin nur im Rahmen üblicher Garantien haften.
Die Mineralölkonzerne wiesen gestern erneut Vorwürfe zurück, sie träfe wegen mangelhafter Aufklärung der Verbraucher eine Mitschuld am E10-Desaster. „Aus haftungsrechtlichen Gründen kann vom Tankstellen-Personal keine Empfehlung für die Motoren-Verträglichkeit von E10 ausgesprochen werden“, sagt Karin Retzlaff, Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbands. Die auf dem Berliner Benzingipfel verabredete „Kommunikationsoffensive“ hätte von Anfang an dazu gehören müssen, kritisiert der Auto Club Europa (ACE).
Unterdessen müssen Schleswig- Holsteiner weiter auf eine flächendeckende Versorgung mit E10 warten. Die Umstellung werde bis Mitte April dauern, Schleswig-Holstein werde bundesweit Schlusslicht sein, teilte der Mineralölwirtschaftsverband mit. E10 ist im Norden erst an wenigen Tankstellen erhältlich. Bundesweit bieten inzwischen 45 Prozent aller Tankstellen den Sprit mit zehnprozentigem Bioethanol-Anteil an.
Von Curd Tönnemann
Interessant in diesem Zusammenhang finde ich auch, das in den Anbauländern durch die nachhaltige Mono-Kultur des Anbaus, vermehrt Unmengen an Kunstdünger Verwendung findet.........Dieser wird, wie wir Alles wissen , zu einem nicht unerheblichen Anteil aus Rohöl - und Gas- Produkten hergestellt.........nutzen wir also fossile Reserven zur Herstellung von Ethanol ?........DAS wäre ja ein........SKANDAL.:D ..........
greetz, Steff
Sarkasto
11.03.2011, 15:13
ist doch eh alles nur lug und betrug
warum bietet man nicht einfach pøl an tankstellen an.
in africa gibt es grosse wuestengebiete welche sich mit verhæltnismæssig geringen aufwand zu anpflanzung von ølpalmen eignen wuerden. genug um einen grossen teil des bedarfes zu decken. und der 3. welt wære etwas gegeben damit sie aus ihrer armut kommt.
an meiner stammtanke die immer noch eisern kein E10 anbietet war diesel gestern mit 1,42 9 genauso teuer wie super... schon krass. kann also kein diesefahrer mehr sagen das e10 ihn nicht betrifft.
.....die Suppe für Selbstzünder wird auch noch teurer als der Rest......warts ab !
greetz, Steff
2.5litertee
18.03.2011, 13:29
an meiner stammtanke die immer noch eisern kein E10 anbietet war diesel gestern mit 1,42 9 genauso teuer wie super... schon krass. kann also kein diesefahrer mehr sagen das e10 ihn nicht betrifft.
Wenn er mit Diesel fährt...
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