Schopy
29.03.2009, 17:52
Nachdem ich vor ein paar tagen festgestellt habe, dass bei meiner SRA (Scheinwerferreinigungsanlage, wer es nicht weiß) der linke Wischer nicht geht, habe ich das schöne Wetter am heutigen Sonntag mal dazu genutzt, der Sache auf den Grund zu gehen...
Also erstmal Werkzeug zurechtgesucht, in der WIS den Schaltplan durchstöbert und darin bemerkt, dass es sich eigentlich um ganz simple Mechanik handeln muss, die sich Daimler derzeit mit über 100,- netto bezahlen lässt. Das kann man doch auch anders beheben, dachte ich mir. Und kaputt isser eh, also kann ich nichts verschlechtern, wenn ich mir das Ding mal von Innen ansehe.
Schritt 1 ist das ausbauen des Scheinwerfers und des Blechstreifens darunter. Eigentlich selbsterklärend. Es hilft ungemein, wenn man sich vorher die Positionen der drei Schrauben mit Edding markiert...dann muss man im Idealfall anschließend nicht das Licht neu einstellen.
Der SRA-Motor ist unten ans Gehäuse des Scheinwerfers geschraubt. 17er 6Kant-Kopf, der aufgrund Korrosion der letzten 14 Jahre gerade noch so zu lösen ging. Glück gehabt. Dann habe ich mal testweise Strom an den Stecker der SRA gelegt (Pin 2 auf 12V, Pin 3 an Masse) und ein leichtes Klicken gehört. Der E-Motor ist also nicht tot, evtl. hakt ja nur etwas im Inneren...Die Laune besserte sich schlagartig und der Ehrgeiz war geweckt.
Die Schritte habe ich mir mal gespart zu fotografieren, ebenso das Öffnen des Motorgehäuses (mir fehlte die dritte Hand dazu). Eigentlich ist es nur zusammengesteckt, aber da das Plastik mit der Zeit recht spröde geworden ist, sind mir ein paar Laschen abgeknickt (s. Foto 1).
Wenn man das hinter sich hat, kann man sich das Innenleben betrachten. Wie man erkennen kann, hat der Zahn der Zeit Einzug gehalten und auch Wasser schien nicht ganz außen vor geblieben zu sein. Das Fett im Inneren und manches Metallteil hatte einen rotbräunlichen touch. Der grüne Pfeil markiert das Zahnrad der Welle, auf der das Wicherblatt sitzt.
Auf Foto 2 ist bereits die Mechanik der Wischwaschbewegung entfernt (gelbe Plastikschablone und der Schieber des Wellenzahnrades sowie die Welle) und man erkennt die gelbe Scheibe, die über ein kleines Getriebe vom Motor angetrieben wird.
das Blech kann man dann einfach mit einem Schraubendreher runterhebeln, und man sieht das, was auf Bild 3 zu erkennen ist. Normalerweise sollte das gelbe Zahnrad, was auf der Unterseite des Blechdeckels verblieben ist, noch im Getriebe sitzen. Bei mir war es dermaßen mit dem Deckel verklemmt, dass es einfach festsaß und mit einem Polklemmenabzieher herausgedrückt werden musste. Ursache für den stehenden Motor also gefunden... Der Rote Kreis markiert übrigens einen Abstandshalter zwischen zwei Leiterblechen, den man nicht verlieren sollte. Auf Foto 4 sieht man, wie das Rad sich drehen sollte, um die Wischmechanik anzutreiben.
Dann habe ich nochmal ohne das festsitzende Rad mit 12V getestet... Siehe da, der Motor setzt sich -schwer arbeitend- in Bewegung. Scheint also noch rettbar zu sein, aber evtl. hakt da noch mehr. Also weiter zerlegt. Schön ist, dass alles nur gesteckt ist...inklusive E-Motor.
Leider ist mir bis zum Abschluss der Reparatur nicht deutlich geworden, warum das Plastik aufgequollen ist. Es befanden sich keine Grate, Laufspuren o.ä. dran. Ebensowenig am Metallsitz. Abhilfe schaffte übrigens vorsichtiges aufschleifen und polieren des Sitzes mittels Dremel, bis das Getrieberad gerade so hinein passte.
Als ich das andere große Getrieberad zum reinigen entnehmen wollte, habe ich den zweiten Knackpunkt gefunden. Das Dingen saß fest, als hätte man es mit nem Hammer ins Lager geboxt. Also mit Geduld rausgehebelt, gesäubert und festgestellt, dass der Plastikzapfen viel zu eng im Gehäuse saß...(Foto 5+6)
Also erstmal Werkzeug zurechtgesucht, in der WIS den Schaltplan durchstöbert und darin bemerkt, dass es sich eigentlich um ganz simple Mechanik handeln muss, die sich Daimler derzeit mit über 100,- netto bezahlen lässt. Das kann man doch auch anders beheben, dachte ich mir. Und kaputt isser eh, also kann ich nichts verschlechtern, wenn ich mir das Ding mal von Innen ansehe.
Schritt 1 ist das ausbauen des Scheinwerfers und des Blechstreifens darunter. Eigentlich selbsterklärend. Es hilft ungemein, wenn man sich vorher die Positionen der drei Schrauben mit Edding markiert...dann muss man im Idealfall anschließend nicht das Licht neu einstellen.
Der SRA-Motor ist unten ans Gehäuse des Scheinwerfers geschraubt. 17er 6Kant-Kopf, der aufgrund Korrosion der letzten 14 Jahre gerade noch so zu lösen ging. Glück gehabt. Dann habe ich mal testweise Strom an den Stecker der SRA gelegt (Pin 2 auf 12V, Pin 3 an Masse) und ein leichtes Klicken gehört. Der E-Motor ist also nicht tot, evtl. hakt ja nur etwas im Inneren...Die Laune besserte sich schlagartig und der Ehrgeiz war geweckt.
Die Schritte habe ich mir mal gespart zu fotografieren, ebenso das Öffnen des Motorgehäuses (mir fehlte die dritte Hand dazu). Eigentlich ist es nur zusammengesteckt, aber da das Plastik mit der Zeit recht spröde geworden ist, sind mir ein paar Laschen abgeknickt (s. Foto 1).
Wenn man das hinter sich hat, kann man sich das Innenleben betrachten. Wie man erkennen kann, hat der Zahn der Zeit Einzug gehalten und auch Wasser schien nicht ganz außen vor geblieben zu sein. Das Fett im Inneren und manches Metallteil hatte einen rotbräunlichen touch. Der grüne Pfeil markiert das Zahnrad der Welle, auf der das Wicherblatt sitzt.
Auf Foto 2 ist bereits die Mechanik der Wischwaschbewegung entfernt (gelbe Plastikschablone und der Schieber des Wellenzahnrades sowie die Welle) und man erkennt die gelbe Scheibe, die über ein kleines Getriebe vom Motor angetrieben wird.
das Blech kann man dann einfach mit einem Schraubendreher runterhebeln, und man sieht das, was auf Bild 3 zu erkennen ist. Normalerweise sollte das gelbe Zahnrad, was auf der Unterseite des Blechdeckels verblieben ist, noch im Getriebe sitzen. Bei mir war es dermaßen mit dem Deckel verklemmt, dass es einfach festsaß und mit einem Polklemmenabzieher herausgedrückt werden musste. Ursache für den stehenden Motor also gefunden... Der Rote Kreis markiert übrigens einen Abstandshalter zwischen zwei Leiterblechen, den man nicht verlieren sollte. Auf Foto 4 sieht man, wie das Rad sich drehen sollte, um die Wischmechanik anzutreiben.
Dann habe ich nochmal ohne das festsitzende Rad mit 12V getestet... Siehe da, der Motor setzt sich -schwer arbeitend- in Bewegung. Scheint also noch rettbar zu sein, aber evtl. hakt da noch mehr. Also weiter zerlegt. Schön ist, dass alles nur gesteckt ist...inklusive E-Motor.
Leider ist mir bis zum Abschluss der Reparatur nicht deutlich geworden, warum das Plastik aufgequollen ist. Es befanden sich keine Grate, Laufspuren o.ä. dran. Ebensowenig am Metallsitz. Abhilfe schaffte übrigens vorsichtiges aufschleifen und polieren des Sitzes mittels Dremel, bis das Getrieberad gerade so hinein passte.
Als ich das andere große Getrieberad zum reinigen entnehmen wollte, habe ich den zweiten Knackpunkt gefunden. Das Dingen saß fest, als hätte man es mit nem Hammer ins Lager geboxt. Also mit Geduld rausgehebelt, gesäubert und festgestellt, dass der Plastikzapfen viel zu eng im Gehäuse saß...(Foto 5+6)