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Vollständige Version anzeigen : Propangas war gestern- HH0 ist die Zukunft! (Hydrogenbooster)


Dr.Zoidberg
21.02.2009, 11:19
Guten Morgen.

In der Themenüberschrift steht das Zitat eines Mitgliedes des uscar-forum.ch .

Dieses und weitere Mitglieder sind über eine belächelte Bastelanleitung aus den Tiefen des Internets hinaus,
derweil aktiv daran beteiligt in ihren Alltagsamis (6.2D) Versuchsreihen durchzuführen.

Da die Phase der PÖL-Umbauten, ggf. gar Propangaseingasungen auch bei den Sterndieselern altbekannt sein wird,
wollte ich eine Diskussion (VORERST im Werkstattbereich:o ) anregen,
bzw. den Anstoß zu einer technischen Auseinandersetzung mit dem Hydrogenbooster in Wort und Tat geben.

Als begeisterte ExUser eines 84er C20 PickUp von GM mit einem 6.2 Diesel V8,
hat mich das Thema im Nachhinein immernoch begeistert:

Durch Elektrolyse wird Wasserstoff hergestellt und dem Ansaugtrakt zugeführt-
möglich sei das bei Benzinern oder Dieseln.


Ein Link zu einem Benzin-Bus-Video
YouTube - Hydro Generator is installed and assisting in idle

Ein 68er Mustang
YouTube - Go Hydro Driving Demo un-cut complete fuel process demo

Ein Unerschrockener, der trotzdem weitermacht...:eek:
YouTube - Do It yourself HHO Hydrogen Generator: Safety in Design

Wie gesagt, seit dem letzten Sommer befassen sich wenigstens zwei Dieseler mit eigenen Versuchen an ihren 6.2ern.

Hat sich die hiesige Pöler-Fraktion schon mal damit auseinandergesetzt?

Schopy
21.02.2009, 11:50
???

Hab mir wegen fehlendem DSL mal nur ganz kurz das Mustang-Video angesehen...

will der mit vieeeeel Strom Wasser zu Knallgas wandeln und das dann bei Bedarf als Booster nutzen? Oder wie soll das laufen???

Dr.Zoidberg
21.02.2009, 14:32
Ja, genau so (unbetrachtet der elektrischen Leistungen) ist das gedacht.

lolkopf
21.02.2009, 21:29
Booster? Soll das leistungssteigernd sein? Wer schon immer mal mit Gas rumbasteln wollte, soll sich im Baumarkt 'ne Flasche Sauerstoff holen und damit den Motor beatmen :D.
Könnte man ja auch während der Fahrt mit Elektrolyse herstellen :D.

2.5litertee
21.02.2009, 21:30
Das haben unsere Autos serienmäßig, man muss nur den Ansaugtrakt richtung Batterie verlegen.

Dr.Zoidberg
21.02.2009, 23:47
Richtig, so in etwa sahen die ersten Posts im besagten Thema auch aus.
Bis sich damit reell befasst wurde.

Dr.Zoidberg
22.02.2009, 11:55
Aha, Du hast Dich also schon mit dem Thema beschäftigt, ja?
Und das ist das Ergebnis?:(

Hier meine Gedanken dazu, warum es bei den Bastlern dennoch zu Verbrauchseinsparungen gekommen ist:

Das Knallgas ist nicht als Brennstoffersatz gedacht, dessen Erzeugung per Generatorstrom
mehr Energie verbraucht als dessen Ausbeute.
Testmittel liegt im Forum bei 12 Ampere und nur 12 Volt.
Diese Wunder schafft höchstens das mentalistische Pro7.
Vielmehr ist es als eine "quasikatalytische" Verbrennungsunterstützung zu verstehen.
Quasi deshalb, weil nicht eine chemische sondern eine physikalische Reaktion stattfindet.
Nämlich die beschleinigte Zündung durch die sehr energiereichen HHO-Anteile im üblichen Fossilbrennstoffsauerstoffdunst.
Mit einer Ex-Geschwindigkeit von 12 km / Sekunde (TNT hat in etwa die Hälfte)
genügt ein geringer Teil zur Unterstützung im Thema Spritersparnis.
Von einem Nachbau einer sich selbst betreibenden Brennstoffzelle ist nicht die Rede.

Gerne dazu auch: http://www.free-energy-info.co.uk/Chapt10.html
Vorsicht, das ist keine Seite für 55k-Modemuser:)

Auf die Frage hin, wie effizient denn die von Dir ganz Sicher als gering anzusehende Elektrolyseausbeute
von 1,5 Liter pro Minute - und es ist freies, nicht komprimiertes Gas, im Ergebnis 120 Liter KNALLgas-
dann haben könnte, mache ich Dir an einem 500er eine Rechnung auf:

2500 U/min x 60 = 150.000 U/h
Das Ergebnis durch 2 teilen, weil es 2 Umdrehungen braucht um den ganzen Hubraum anzusaugen.
Macht 75.000 Ansaugvorgänge pro Stunde
Hubraum 5 Liter x 75.000 = 375.000 theoretisch mögliche Liter pro Stunde.
Ausgehend von 70% Füllgrad die der V8 tatsächlich schafft anzusaugen,
kommt man auf 262.500 praktische Liter Luft.
Was braucht es tatsächlich zum Verbrennen im Zylinder?
-> Sauerstoff
-> Verdunstetes Benzin
Der Sauerstoffgehalt von normaler Luft beträgt ca unter 21%, also:
55.000 Liter reaktionsfreudiges Material.
120 Liter Knallgas sind da schon eine beachtenswerte Komponente von ca 0,22 % .
Beachtenswert, weil Knallgas das so ziemlich explosivste Gemisch überhaupt ist.
(Unfälle gab es reichlich, der Tüff würde wohl den Colt ziehen,
bevor Du nach dem gescheiterten Versuch der Sondereintragung wieder vom Hof rollen kannst)
Die Benzin/Luft-Gemische sind eher träge im Vergleich.

Was bringt schnellere Zündung?
Es gibt Leute die behaupten eine Verbrauchsverbesserung oder sogar Leistungssteigerung
durch eine Hochleistungszündanlage erfahren zu haben.
Aus dem einfachen Grund weil das Gemisch damit viel schneller angefackelt wird und sauberer verbrennen kann.
Ich kenne zwar die konkreten Zahlen nicht dazu, aber kann versichern,
daß Knallgas im Kolben die Verbrennung um Größenordungen mehr anheizen wird,
als es die beste Zündanlage der Welt vermag.
Hinzu kommt die wesentlich stärkere Energiedichte von Knallgas gegenüber dem Benzin/Luft-Gemisch.
Vergleiche gerne mal einen Fingerhut voll Knallgas mit der gleichen Menge Benzin/Luft-Gasgemisch.
Darüber hinaus würde ich nicht mehr ohne Schutz arbeiten wollen - und eine
Kartoffelkanone würde ich nur noch unverbesserlichen Gemeingefährlichen zum Spielen geben.


Und jetz, lieber 124.186 , wurde ich gerne Deine Einlassungen dazu lesen.
Schließlich bist Du ja zu einem sicherlich begründeten Urteil gekommen.

Dr.Zoidberg
22.02.2009, 15:12
Es geht nicht um Spritentkalker, Tankzusatzpillen, Aluklebestreifen für härtere Fahrwerkabstimmung,
Swirl-Turboeinsätze oder Kettenbriefe.
(Diese Tankzusatzpillen waren letztes Jahr sogar auf einer Focus-Website als Neuheit beworben worden
- das wäre doch ein Segen nach Deinem Gusto, richtig)
Hier geht es eher um Vergleichbares wie Lachgaseinspritzung oder meinetwegen Harnstoffzusätze.
Letzteres ist selbstredend ein absolute Utopie.
Natürlich wird vorerst jeder Freak in die Eso-Ecke geschoben, das ist für Ungläubige der leichteste Weg.
Da es sich aber nicht um eine Glaubensfrage handelt, kann Dein Stich keine Punkte holen.
Genausowenig ist es Geldmacherei - es sei denn die Hersteller von Draht, Gummischläuchen,
Kunststoffflaschen und nicht zuletzt die Vertriebe von destilliertem Wasser bilden ein Kartel.

Es ist eine Bastelei, die mit Improvisation, Fatalismus in Anbetracht der großen Gefahr,
und Spaß an der Sache durchgeführt wird.
Die Ergebnisse gestalten sich in:
"Mein 6.2er braucht 1 Liter weniger, dafür habe ich mir die Augenbrauen nachbestellen müssen."
"Er hängt besser am Gas, aber die Zündung muß noch viel später eingestellt werden."
Das ist reell. Das ist experimentell.
So, wie die Pöler mal angefangen haben.


Ich verstehe Dich.
Das Gefühl, ohne Inhalt etwas wiederlegen zu müssen, ist kein schönes.
Vielleicht habe ich auch den Text einfach nur zu unverständlich ausgedrückt.
Damit sei gesagt, daß ich dachte, in meiner längeren Einlassung gute Ansätze
zur Gegenargumentation geliefert zu haben.
Ein simples "das muß mir erstmal einer mit nem Diplom von ganz oben bestätigen"
kann nicht für eine technische Auseinandersetzung genügen.

Schade.

2.5litertee
22.02.2009, 17:26
Wie bitte teilt man dem Motor die schnellere Verbrennung mit? Selbst wenn die Elektrolytische Erzeugung durch den dünnen Schlauch auch nur annähernde Mengen Knallgas erzeugen würde, um irgendwas zu merken, so würde das den Motor wohl kaum freuen. Wo liegt denn der Selbstentzündungspunkt von Knallgas, der bei Dieseln so wichtig ist? Was würde das Gemisch bei Benzinern bewirken, müsste der Motor bei einer schnelleren und unkontrollierten Zündung nicht klingeln? kriegen die Kolben nicht viel zu früh einen auf den Deckel?
So leid es mir tut, aber für mich ist das ganze auch eher Wunschdenken.

Dr.Zoidberg
23.02.2009, 16:46
Wie bitte teilt man dem Motor die schnellere Verbrennung mit?
Keine Ahnung.
Wenn ich Startpilot verwende, erfreue ich mich auch am Effekt und habe vorher kein "Wort" mit dem Motor gewechselt.
Wenn es schneller zündet, wird wohl die Laufcharakteristik sich ändern.
Demnach wird man sich mit der nachträglichen Rücknahme der Frühzündung auseinandersetzen müssen.
Selbst wenn die Elektrolytische Erzeugung durch den dünnen Schlauch auch nur annähernde Mengen Knallgas erzeugen würde, um irgendwas zu merken, so würde das den Motor wohl kaum freuen.
Ich habe einmal die Selbstbastelei eines Turboeinbaus in einen niemals dafür konzipierten Dodge Ram 5.9 Benzin V8 verfolgt.
Das klang schlimm, sah wild aus, hatte im Laufe der Versuche 4 neue Sätze an Kopfdichtungen verbraucht.
Aber schlußendlich lief das ganz geil - unbetrachtet der Haltbarkeit.
Ich glaube auch nicht, daß die Erfindung eines Turbos, des Daimler-Motors oder wenigstens der Dampfmaschine vorab beim Max-Planck-Institut auf Machbarkeit getestet wurde.
Man hat erst probiert, danach die Verteufelungen ausgesessen.
Irgendwas passiert eben und hat irgendeinen Effekt.
Die Wirtschaftlichkeit interessiert den Bastler wohl erstmal nicht.
Mich interessierte beim Pölen meines damaligen 6.2er sehr wohl, daß bei aller Ersparnis der technische Aufwand und Service doch teurer kam als gewünscht.
Wo liegt denn der Selbstentzündungspunkt von Knallgas, der bei Dieseln so wichtig ist?
Der 6.2er darf nicht über 600 Grad hinaus, da sonst die Alukolben sich verabschieden.
Was würde das Gemisch bei Benzinern bewirken, müsste der Motor bei einer schnelleren und unkontrollierten Zündung nicht klingeln? kriegen die Kolben nicht viel zu früh einen auf den Deckel?
Siehe oben. Zudem ist eine Abgastemperaturmessung bestimmt von Vorteil.
So leid es mir tut, aber für mich ist das ganze auch eher Wunschdenken.
Mag sein, es wird scheitern.
In den Berichterstattungen je nach Lobby oder Realitätsresistenz der Bastler oder "Aufgeklärten", kommen eben unterschiedliche Ergebnisse heraus.

Ich vertraue den mir persönlich bekannten Leuten aus meinem Forum, die sich damit befassen, wenn sie von ihren Versuchen erzählen, daß es bestimmte Effekte gibt.
Sie habe nicht errechnet, daß das gehen oder nicht gehen muß.
Sie legen keine Expertise vor, garantieren keine Unversehrtheit von Motor und Fahrer, sie kümmern sich noch nicht um Wirtschaftlichkeit.
Sie probieren über den Sommer aus, wieviel Ethanolanteil über E85 hinaus ein 5.2 Benzin V8 des Jahres 1979 im Alltagsbetrieb mit einem Vergaser verträgt.
Sie sagen: Drollige Idee, mach ich mal.

Und für solche Enthusiasten wie SIE war dieses Thema eigentlich gedacht.

Wenn es die nicht gubt, so kann das Thema lansam nach unten ins Archiv abwandern.
Nett zu lesen, aber das war es.
Kein Problem.

2.5litertee
23.02.2009, 18:42
Wenn es die nicht gubt, so kann das Thema lansam nach unten ins Archiv abwandern.
Nett zu lesen, aber das war es.
Kein Problem.

Es gibt kein Archiv. Ich wüsste auch nicht warum ich das Thema dahin verschieben sollte, wenn es eines gäbe. Ich habe, so denke ich respektvoll und freundlich meine Meinung dazu gesagt und mehr nicht.
Wenn ich dich richtig verstehe geht es also bei dem Versuch garnicht darum irgendwas zu erreichen, sondern eher zu gucken was passiert?

Dr.Zoidberg
24.02.2009, 18:24
Ist ok, wollte nicht angepieselt rüberkommen.
Mit Archiv meinte ich die Versenkung, altersbedingt ohne weitere Antworten.
Hatte mich falsch ausgedrückt.

Bei den Versuchen sollte schon eine Spritersparnis herauskommen
- so, wie es von "erfolgreichen aber unverifizierten Anwendern" ja geschaft worden sein soll.
Auf Kosten von was genau das dann vielleicht geschehen könnte, weiß ich nicht.
Möglicherweise hat es zwar den Effekt, daß bei einem großen Motor ein Liter weniger
Sprit auf hundert durchlaufen, jedoch die Batterien regelmäßig schlapp machen und
aufgeladen werden müssen, weil eben doch der Energieerhaltungssatz zum Tragen kommt.
Darüber spricht natürlich niemand.
Ein Turbo braucht vorab auch erstmal Leistung bevor etwas rumkommt.
Sag ich mal so.
Woher nun ein Effizienzzuwachs bei der HHO-Geschichte herkommen soll...
vielleicht gibt es eine chemische Komponente, vielleicht wird der Füllgrad durch Masseveräderung
des Gesamtgemisches verändert,
vielleicht wird auch der Gasfuß nur besser kontrolliert... ?

Ok, es bastelt hier niemand in der Art. Ist ja auch gut.
Wenn es einem meiner bekannten User um die Ohren fliegt, wenn er nach der Wintersaison
wieder mit der Fummelei beginnt, trage ich das hier nach.;)

Mark-RE
26.04.2009, 16:03
Nö, ich hab mit Bioethanol gebastelt, allerdings unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit. Hat mehrere tausend KM gebraucht, bis das alles hingehauen hat, aber der dann stark sinkende Benzinpreis hat das ganze, sagen wir mal beendet.

Aber das Projekt an sich war im Prinzip nach 10.000km abgeschlossen, danach ist der M103 noch weitere 10.000km, also insgesamt 20.000km auf E85 gefahren.

Negativ:
Man musste bei ~25% Mehrverbrauch öfters tanken.
Positiv:
Der Spritpreispeak ist an mir vorbei gegangen.
Hat Spass gemacht
Motor lief ruhiger
Motor hatte mehr Drehmoment
Motor lief sauberer

Mfg, Mark

Sarkasto
16.05.2009, 10:16
also ich finde sowas schlicht und einfach klasse. Esoterik, wunschdenken - wie jemand das auch nennen mag ist doch egal. einer raucht seinen ganzen garten zusammen und ist neugierig was passiert und andere gucken was man alles so verbrennen kann.
ich kenne sowohl den 5,9 dodge sowie den 6,2D und war zu meiner zeit eigentlich auch ziemlich sicher das beiden motoren in jeder richtung grosse reserven haben. ideen ueber eine zusætzliche zufuehrung diverser gase in gedanken an die effiziens von lachgas kommen da automatisch.

also ich bedanke mich fuer den beitrag und wuerde mich freuen etwas ueber den weitergang zu lesen.

helge

Dr.Zoidberg
16.05.2009, 10:23
Da wird aus meiner Richtung nichts mehr kommen.
Das Forum mit über 500 Aktiven wurde wegen interner Weiber-Sch.iße
und damiteinhergehenden Paranoia des liebeskranken Admins abgestellt.
Server aus.
Zack.
Daten weg.

Sarkasto
16.05.2009, 10:36
schade