Tobulus
18.01.2009, 13:40
An meinem Wagen stört mich massiv das milchig gewordene Zebrano. Bevor ich mir jetzt bei Ebay ein gut erhaltenes schieße lasse ich es auf einen Versuch ankommen und versuche das Alte zu retten, verlieren kann ich dabei nichts.
Also, so siehts aus, milchig und matt aber ohne Risse:
http://www.tobulus.de/extern/holz1_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz1.jpg)
Das Mittel meiner Wahl ist Hitze. Also nehme ich den Heißluftfön her, auf höchster Stufe muss man schmerzlich lange auf einen einzelnen Punkt halten bis sich was tut. Die Beschichtung platzt ab, das Zeug fliegt durch die halbe Werkstatt:
http://www.tobulus.de/extern/holz2_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz2.jpg)
Das erwünschte, selbstständige abschälen des Lacks bleibt aber aus. So wie es auf der Kante aussieht platzt die Beschichtung nirgendwo ab. Überall entstehen nur diese gelben Krater. Ich versuche es mit noch mehr Hitze, nehme einen kleinen Stiftförmigen Gasbrenner den ich sonst für kleinere Lötarbeiten nehme. Der Effekt ist erfreulich. An den Rändern schält sich die Beschichtung von selbst ab und legt das Zebrano frei. Auf der Fläche muss ich mit dem Spachtel unter die heiße Beschichtung fahren was ebenfalls kinderleicht geht. Leider überhitzt das Holz oft, wird dunkel oder gar schwarz. Im Nachhinein erweist sich die Methode als beschissen, eine andere ist viel effektiver und schonender. Man erhitzt den Lack mit dem Heißluftfön bis man irgendeine Veränderung der Beschichtung sieht, zieht den Lack dann aber mit dem Stechbeitel ab. Das geht genial, beim Brett um den Schalthebel bin ich darauf aber nicht nicht gekommen und so sieht es teilweise recht verbrannt aus:
http://www.tobulus.de/extern/holz3_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz3.jpg)
Ein erster kurzer Anschliff mit dem Dreiecksschleifer, es tut sich was:
http://www.tobulus.de/extern/holz4_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz4.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz5_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz5.jpg)
Angefeuchtet siehts richtig scheiße aus.
Also kräftig geschliffen, man braucht eine halbe Ewigkeit um das Zebrano durchzuschleifen, insofern braucht man kaum Vorsicht walten lassen.
Irgendwann komme ich dann zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis. Leichte Schattierungen sind noch zu sehen. Die Macke unten Links lasse ich, da ist eh die Ablagebox vor.
http://www.tobulus.de/extern/holz6_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz6.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz7_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz7.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz8_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz8.jpg)
Zuerst mal wird das Holz mit Leinölfirnis geölt um das kontrastreiche Farbenspiel des Zebranos rauszubringen. Dazu nehme ich ein 1:1-Gemisch aus Leinölfirnis und Terpentinöl. Letzteres damit es schneller trocknet.
http://www.tobulus.de/extern/holz9_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz9.jpg)
Da ich plane bei Erfolg alle Holzteile neu zu lackieren kann ich mir den Farbton frei auswählen. Honigfarben, also nur geölt finde ich am schönsten. Will man den originalen Farbton wieder herstellen muss man das Holz im passenden Farbton beizen und ggf. mit getöntem Klarlack noch nachkorrigieren. Dazu gibt es auch einige Oldtimer-Seiten im Netz.
Satt auftragen:
http://www.tobulus.de/extern/holz10_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz10.jpg)
Nach 10 Minuten abwischen und wenigstens 24 Stunden trocknen lassen:
http://www.tobulus.de/extern/holz11_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz11.jpg)
Dann lackieren. Ich habe mit Spies und Hecker 2K-Klarlack gearbeitet. Welcher genau weiß ich nicht, ich hab den beim Lackierer meines Vertrauens gekauft nachdem ich ihm beschrieben habe was ich damit machen will mit besonderem Augenmerk auf guter Kratzfestigkeit.
Da ich keine Ahnung vom lackieren hab (Ausrüstung geht aber, gescheite Luftdruckanlage sowie Druckregler mit Lufttrockner und Entöler und eine Baumarktlackierpistole) habe ich Schicht um Schicht aufgetragen und wieder weggeschliffen weil die immer pickelig waren. Allerdings sind es mit jeder Schicht weniger Pickel geworden, die 7. war dann ganz OK sodass ich das Teil erstmal wieder eingebaut habe um festzustellen wie mir das gefällt.
http://www.tobulus.de/extern/holz14_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz14.jpg)
Ich finde es gut, also habe ich das restliche Holz (Bei Mopf0 sind das ja nur die Verkleidungen von Aschenbecher und Heizungsregler abgemacht und verarbeitet. Es ging wie oben beschrieben mit der Lackabziehtechnik wesentlich besser. Schleifen musste ich dafür von Hand, aber nach 3 Stunden Arbeit war alles lackierfertig.
Diesmal bin ich weit weniger Sparsam mit dem Lack umgegangen und habe die Schichten Satt und reichlich aufgetragen. Läuferbildung ist ja eh kein Problem da die Teile waagerecht liegen. Und schon war das Pickelproblem beseitigt. Also habe ich 7 Schichten aufgetragen, nach der zweiten Schicht habe ich das Mittelkonsolenbrett dabei gelegt und nochmal 5 Schichten drauf lackiert. Woran ich nicht gedacht habe: Man sollte die Schalteraussparungen von innen auskleben, sonst geht die Schichtstärke des Lacks am Rand der Löcher herunter. Ist halt optisch nicht so schön als wenn das aussieht wie mit der Rasierklinge abgeschnitten.
Endergebnis:
http://www.tobulus.de/extern/holz16_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz16.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz17_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz17.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz18_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz18.jpg)
Ach so, einen Lackeinschluss im Sichtfeld habe ich, oben links neben dem Warnblinkschalter. Kein Drama, aber halt nicht optimal.
Gruß
Also, so siehts aus, milchig und matt aber ohne Risse:
http://www.tobulus.de/extern/holz1_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz1.jpg)
Das Mittel meiner Wahl ist Hitze. Also nehme ich den Heißluftfön her, auf höchster Stufe muss man schmerzlich lange auf einen einzelnen Punkt halten bis sich was tut. Die Beschichtung platzt ab, das Zeug fliegt durch die halbe Werkstatt:
http://www.tobulus.de/extern/holz2_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz2.jpg)
Das erwünschte, selbstständige abschälen des Lacks bleibt aber aus. So wie es auf der Kante aussieht platzt die Beschichtung nirgendwo ab. Überall entstehen nur diese gelben Krater. Ich versuche es mit noch mehr Hitze, nehme einen kleinen Stiftförmigen Gasbrenner den ich sonst für kleinere Lötarbeiten nehme. Der Effekt ist erfreulich. An den Rändern schält sich die Beschichtung von selbst ab und legt das Zebrano frei. Auf der Fläche muss ich mit dem Spachtel unter die heiße Beschichtung fahren was ebenfalls kinderleicht geht. Leider überhitzt das Holz oft, wird dunkel oder gar schwarz. Im Nachhinein erweist sich die Methode als beschissen, eine andere ist viel effektiver und schonender. Man erhitzt den Lack mit dem Heißluftfön bis man irgendeine Veränderung der Beschichtung sieht, zieht den Lack dann aber mit dem Stechbeitel ab. Das geht genial, beim Brett um den Schalthebel bin ich darauf aber nicht nicht gekommen und so sieht es teilweise recht verbrannt aus:
http://www.tobulus.de/extern/holz3_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz3.jpg)
Ein erster kurzer Anschliff mit dem Dreiecksschleifer, es tut sich was:
http://www.tobulus.de/extern/holz4_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz4.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz5_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz5.jpg)
Angefeuchtet siehts richtig scheiße aus.
Also kräftig geschliffen, man braucht eine halbe Ewigkeit um das Zebrano durchzuschleifen, insofern braucht man kaum Vorsicht walten lassen.
Irgendwann komme ich dann zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis. Leichte Schattierungen sind noch zu sehen. Die Macke unten Links lasse ich, da ist eh die Ablagebox vor.
http://www.tobulus.de/extern/holz6_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz6.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz7_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz7.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz8_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz8.jpg)
Zuerst mal wird das Holz mit Leinölfirnis geölt um das kontrastreiche Farbenspiel des Zebranos rauszubringen. Dazu nehme ich ein 1:1-Gemisch aus Leinölfirnis und Terpentinöl. Letzteres damit es schneller trocknet.
http://www.tobulus.de/extern/holz9_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz9.jpg)
Da ich plane bei Erfolg alle Holzteile neu zu lackieren kann ich mir den Farbton frei auswählen. Honigfarben, also nur geölt finde ich am schönsten. Will man den originalen Farbton wieder herstellen muss man das Holz im passenden Farbton beizen und ggf. mit getöntem Klarlack noch nachkorrigieren. Dazu gibt es auch einige Oldtimer-Seiten im Netz.
Satt auftragen:
http://www.tobulus.de/extern/holz10_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz10.jpg)
Nach 10 Minuten abwischen und wenigstens 24 Stunden trocknen lassen:
http://www.tobulus.de/extern/holz11_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz11.jpg)
Dann lackieren. Ich habe mit Spies und Hecker 2K-Klarlack gearbeitet. Welcher genau weiß ich nicht, ich hab den beim Lackierer meines Vertrauens gekauft nachdem ich ihm beschrieben habe was ich damit machen will mit besonderem Augenmerk auf guter Kratzfestigkeit.
Da ich keine Ahnung vom lackieren hab (Ausrüstung geht aber, gescheite Luftdruckanlage sowie Druckregler mit Lufttrockner und Entöler und eine Baumarktlackierpistole) habe ich Schicht um Schicht aufgetragen und wieder weggeschliffen weil die immer pickelig waren. Allerdings sind es mit jeder Schicht weniger Pickel geworden, die 7. war dann ganz OK sodass ich das Teil erstmal wieder eingebaut habe um festzustellen wie mir das gefällt.
http://www.tobulus.de/extern/holz14_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz14.jpg)
Ich finde es gut, also habe ich das restliche Holz (Bei Mopf0 sind das ja nur die Verkleidungen von Aschenbecher und Heizungsregler abgemacht und verarbeitet. Es ging wie oben beschrieben mit der Lackabziehtechnik wesentlich besser. Schleifen musste ich dafür von Hand, aber nach 3 Stunden Arbeit war alles lackierfertig.
Diesmal bin ich weit weniger Sparsam mit dem Lack umgegangen und habe die Schichten Satt und reichlich aufgetragen. Läuferbildung ist ja eh kein Problem da die Teile waagerecht liegen. Und schon war das Pickelproblem beseitigt. Also habe ich 7 Schichten aufgetragen, nach der zweiten Schicht habe ich das Mittelkonsolenbrett dabei gelegt und nochmal 5 Schichten drauf lackiert. Woran ich nicht gedacht habe: Man sollte die Schalteraussparungen von innen auskleben, sonst geht die Schichtstärke des Lacks am Rand der Löcher herunter. Ist halt optisch nicht so schön als wenn das aussieht wie mit der Rasierklinge abgeschnitten.
Endergebnis:
http://www.tobulus.de/extern/holz16_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz16.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz17_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz17.jpg)
http://www.tobulus.de/extern/holz18_thumb.jpg (http://www.tobulus.de/extern/holz18.jpg)
Ach so, einen Lackeinschluss im Sichtfeld habe ich, oben links neben dem Warnblinkschalter. Kein Drama, aber halt nicht optimal.
Gruß