achderegenwurm
27.11.2006, 21:53
da Ihr so zahlreich erschienen seid ;) ,
möchte ich natürlich diese Gelegenheit nutzen,
und mich kurz vorzustellen.
Mein Name ist .... (wir noch nicht verraten :p )
Im zarten Alter von 0 Jahren erblickte ich, in einem norddeutschen Dörfchen,
im Jahre 1958,das Licht der Welt.
6 Jahre später kam ich (gegen meinen Willen) in die Schule.
Etwa zur gleichen Zeit,wurde meine Großmutter geboren.
Um alles etwas abzukürzen (will Euch ja auch nicht langweilen)
Schule und Lehre wurden mit Abschluss beendet.
Bundeswehr bei der Marine auf Sylt (wurde bei meinen Fähigkeiten allerdings nur als Paddelbootheizer eingesetzt)
1982 Eheschliessung (ergo im Jan.2007 Silberhochzeit)
Einige Jahre arbeitete ich in meinem Beruf,nach der Geburt der ersten Tochter,
mußte ich allerdings eine Tätigkeit aufnehmen,die uns nun alle ernähren konnte...
gleich bei meiner ersten Vorstellung ist es auch bis heute geblieben,
ich liebe diese Arbeit und möchte nie wieder etwas anderes machen.
Wie es dazu kam und worum es sich handelt ?
folgendes hat sich (fast genauso ) zugetragen
Es war einmal
und ist schon einige Jahre her,da änderte sich mein Leben,noch bevor ich wußte wie mir geschah.
Ich hatte mich gerade eben,beim neuen Chef,
nennen wir ihn Herr E.,vorgestellt.
Er fragte mich ob das mit den 20 Jahren Fahrpraxis auch wirklich stimmt,
ich nickte zuversichtlich,denn ich war ja schon 29
und wollte unbedingt diesen Job.
Sehr intensiv sollte ich das System dieser Firma lernen,denn es ist sehr wichtig,das man auf Anhieb den Unterschied zwischen Kittel und Handtuch sieht.
Der Chef gab mir als Eselsbrücke mit auf den Weg,
am Kittel sind meißt Ärmel dran.
So ein Fuchs,kein Wunder das er Chef war.
Am nächsten Tag,sagte der Chef meine intensive Ausbildung ist nun abgeschlossen.
Es ist "Not am Mann" und ich müßte nun endlich als Fahrer tätig werden.
a-a-a-abgeschlossen ? wie-was-wo ?
Kein Problem Chef,sagte ich,dachte aber,oh mein Gott,wenn das man gut geht,mit solch riesigen Transporter DB 207,zwar kurz und flach aber trotzdem gewaltig.
Ich versuchte cool das Fahrzeug zubeladen,
bekam aber die Tür nicht auf.
Hilfe-Hilfe,doch wie immer ist dann keiner da.
Endlich,ich hatte fast den Schlüssel abgebrochen,
da kam ein Kollege,Italiener,supernett.
Mein Retter in der Not zeigte mir,wie man eine
"Schiebetür" öffnet,(neumodischer Schnickschnack)
ab da war alles ganz leicht.
Noch vor der Mittagspause hatte ich 50 Geschirrtücher auf den Beifahrersitz gewuchtet.
So hatte ich sie besser im Auge und konnte zügig vom Stapel wegarbeiten,
außerdem hatte ich Angst vorm dunklen Laderaum,
mit dieser komischen Tür.
So,nun mußte ich mich aber sputen,
aber was war das nun wieder ?
der Riese wollte nicht anspringen.
Nach einer knappen Stunde,kam der "Supernette"
er sagte ,den mußt du vorglühen,das ist ein alter Diesel.
Ich murmelte,weiß ich auch.
Übrigens,vorglühen half wirklich,und im ertsen Gang
(glaub ich) fuhr ich langsam vom Hof,
was die Hauswand verhinderte,
wie aus einem Hinterhalt war die Wand lautlos aufgetaucht.
Nie werde ich dieses Geräusch vergessen.
Es war fast 18.30h,als ich über Funk den Befehl erhielt-ABBRECHEN-ABBRECHEN;den Rest machen wir morgen.
Schade ich hatte den ersten Kunden fast erreicht.
Na ja,morgen ist auch noch ein Tag,dann wird sicher alles noch viel besser laufen,
Zeit die beiden Unfallmeldungen zuschreiben
(ich mußte ja nochmal an der Hauswand vorbei)
habe ich dann sicher auch.
Dachte ich, doch es kam alles ganz anders.
Ein neuer,noch längerer Tag erwartete mich,
ich fuhr,es war noch Dunkel,zu einem Hotel in der Kieler Straße und holte Wäsche ab,diese wurde über den Tag bearbeitet und sollte von mir abends wieder geliefert werden.
Die Zeit nutzte ich um endlich die Geschirrtücher an den Kunden auszuliefern.
Ich fühlte mich schon ein wenig wie ein Profi....King of the Road,und so,
lässig ließ ich den linken Arm aus dem Fenster hängen,prombt wurde ich von einer Wespe ,groß wie ein Königspudel,gestochen.
Doch ich war ein zäher Bursche und ließ mir nichts anmerken,vom Fahrtwind wurden meinen Tränen schnell getrocknet.
Ich machte den 207 komplett dicht,aus Fehlern sollte man lernen.
Für seine 600000 Kilometer lief er noch erstaunlich gut,und so war es kurze Zeit später endlich soweit.
Mein allererster Lieferschein sollte unterschrieben werden.
Ich freute mich riesig über meine Leistung,
mußte dann aber feststellen,
es gab hier keine Friedenstr.2 und den Kunden Dr.Müller schon garnicht.
Wenig später merkte ich dann,hier stimmt was nicht,
war Dr.Müller umgezogen,und hatte seine Nr.2 mitgenommen ?
Blödsinn,warum sollte er das machen.
So kurz vor dem Ziel ließ ich nicht locker,
geschickt griff ich nach dem Funkgerät.
Nach einiger Zeit hatte ich mich mit dem einen Knopf
(on/off) vertraut gemacht.
Ich wollte ihn gerade drücken ,da geschah es,
da war es wieder-ABBRECHEN-ABBRECHEN,
ok-morgen ist auch noch ein Tag.
Als ich kurz vor Mitternacht das Firmengelände erreichte,traute ich meinen Augen nicht,
alle hatten den Betrieb bereits verlassen.
Nur die Hauswand war noch da,sie schien regelrecht auf mich zuwarten,
aber ich trickste sie aus,und parkte auf der Straße.
Die wenigen Stunden bis zum Arbeitsbeginn verbrachte ich im Wagen.
Ich zählte mal wieder die Geschirrtücher,
es waren immer noch 50,leider vom vielen zählen nicht mehr ganz sauber .....
Ich hatte also die Nacht im Wagen verbracht,
als der Morgen graute,
tauchten die ersten Kollegen auf.
Unter anderem auch die Fahrer Andreas L. und Detlef F.
da wir noch etwas Zeit hatten,"fachsimpelten" wir über unsere Erfahrungen ,und den Verkehr in Hamburg und Umland.
Andres fragte mich wie weit ich schon in den Süden vorgedrungen war.
Ich druckste rum,gab dann aber zu,bis Harburg-Abfahrt Heimfeld,ergo hinterm Tunnel gleich rechts.
Die beiden lachten und erzählten mir die tollsten Geschichten,von Spanien,Portugal,selbst in Afrika waren sie schon gewesen.
Ich ließ mich nicht lumpen und erzählte von meinem Schrebergarten bei Buxtehude.
Als ich gerade bei den Runkelrüben war,und wie gefährlich das pflücken der Erdbeeren sein kann .....
kam zu meiner Rettung der Chef.
Er teilte die Touren ein,und erklärte mir das die von mir gesuchte Friedensstraße in Rellingen und nicht in Halstenbek ist.
An diesem Tag durfte nun nichts mehr schief gehen,
ich hatte die richtige Adresse ,im richtigen Dorf.
Jetzt mußte es einfach klappen,
es klappte aber nicht ....
denn mit der Zeit war es Mittwoch geworden,
und da haben Ärzte manchmal zu.
Am Donnerstag rief Dr.Müller dann in der Firma an,
die Tücher werden langsam knapp,
ob wir denn mal liefern könnten ?
Über Funk gefragt,sagte ich, logisch-bin gleich da.
Elegant parkte ich den Riesen vor der Tür.
Selbstsicher und dennoch etwas aufgeregt ging ich los,plötzlich stolperte ich-was auch sonst-
die Tücher flogen in einem hohen Bogen in eine große Pfütze ( sowie wir sie als Kinder liebten )
und saugten das kühle Nass begierig in sich auf.
Über Funk ließ ich von der Firma anfragen,
ob denn eine Lieferung auch am Freitag möglich ist,
mein beinahe erster Kunde willigte ein.
Ich muß gestehen ,diese erste Woche war schwer,
aber am Freitag ging dann alles klar,
also...fast,
denn ich hatte den Lieferschein in der Firma vergessen.
Und das wirklich oberste Gebot war,
ohne Lieferschein ,keine Lieferung.
Kurze Zeit später,ich weiß nicht warum,hat uns Dr.Müller dann verlassen,eventuell war die Aufregung zuviel für ihn.
Aber so ist das halt,man kann es nicht allen Kunden Recht machen.
möchte ich natürlich diese Gelegenheit nutzen,
und mich kurz vorzustellen.
Mein Name ist .... (wir noch nicht verraten :p )
Im zarten Alter von 0 Jahren erblickte ich, in einem norddeutschen Dörfchen,
im Jahre 1958,das Licht der Welt.
6 Jahre später kam ich (gegen meinen Willen) in die Schule.
Etwa zur gleichen Zeit,wurde meine Großmutter geboren.
Um alles etwas abzukürzen (will Euch ja auch nicht langweilen)
Schule und Lehre wurden mit Abschluss beendet.
Bundeswehr bei der Marine auf Sylt (wurde bei meinen Fähigkeiten allerdings nur als Paddelbootheizer eingesetzt)
1982 Eheschliessung (ergo im Jan.2007 Silberhochzeit)
Einige Jahre arbeitete ich in meinem Beruf,nach der Geburt der ersten Tochter,
mußte ich allerdings eine Tätigkeit aufnehmen,die uns nun alle ernähren konnte...
gleich bei meiner ersten Vorstellung ist es auch bis heute geblieben,
ich liebe diese Arbeit und möchte nie wieder etwas anderes machen.
Wie es dazu kam und worum es sich handelt ?
folgendes hat sich (fast genauso ) zugetragen
Es war einmal
und ist schon einige Jahre her,da änderte sich mein Leben,noch bevor ich wußte wie mir geschah.
Ich hatte mich gerade eben,beim neuen Chef,
nennen wir ihn Herr E.,vorgestellt.
Er fragte mich ob das mit den 20 Jahren Fahrpraxis auch wirklich stimmt,
ich nickte zuversichtlich,denn ich war ja schon 29
und wollte unbedingt diesen Job.
Sehr intensiv sollte ich das System dieser Firma lernen,denn es ist sehr wichtig,das man auf Anhieb den Unterschied zwischen Kittel und Handtuch sieht.
Der Chef gab mir als Eselsbrücke mit auf den Weg,
am Kittel sind meißt Ärmel dran.
So ein Fuchs,kein Wunder das er Chef war.
Am nächsten Tag,sagte der Chef meine intensive Ausbildung ist nun abgeschlossen.
Es ist "Not am Mann" und ich müßte nun endlich als Fahrer tätig werden.
a-a-a-abgeschlossen ? wie-was-wo ?
Kein Problem Chef,sagte ich,dachte aber,oh mein Gott,wenn das man gut geht,mit solch riesigen Transporter DB 207,zwar kurz und flach aber trotzdem gewaltig.
Ich versuchte cool das Fahrzeug zubeladen,
bekam aber die Tür nicht auf.
Hilfe-Hilfe,doch wie immer ist dann keiner da.
Endlich,ich hatte fast den Schlüssel abgebrochen,
da kam ein Kollege,Italiener,supernett.
Mein Retter in der Not zeigte mir,wie man eine
"Schiebetür" öffnet,(neumodischer Schnickschnack)
ab da war alles ganz leicht.
Noch vor der Mittagspause hatte ich 50 Geschirrtücher auf den Beifahrersitz gewuchtet.
So hatte ich sie besser im Auge und konnte zügig vom Stapel wegarbeiten,
außerdem hatte ich Angst vorm dunklen Laderaum,
mit dieser komischen Tür.
So,nun mußte ich mich aber sputen,
aber was war das nun wieder ?
der Riese wollte nicht anspringen.
Nach einer knappen Stunde,kam der "Supernette"
er sagte ,den mußt du vorglühen,das ist ein alter Diesel.
Ich murmelte,weiß ich auch.
Übrigens,vorglühen half wirklich,und im ertsen Gang
(glaub ich) fuhr ich langsam vom Hof,
was die Hauswand verhinderte,
wie aus einem Hinterhalt war die Wand lautlos aufgetaucht.
Nie werde ich dieses Geräusch vergessen.
Es war fast 18.30h,als ich über Funk den Befehl erhielt-ABBRECHEN-ABBRECHEN;den Rest machen wir morgen.
Schade ich hatte den ersten Kunden fast erreicht.
Na ja,morgen ist auch noch ein Tag,dann wird sicher alles noch viel besser laufen,
Zeit die beiden Unfallmeldungen zuschreiben
(ich mußte ja nochmal an der Hauswand vorbei)
habe ich dann sicher auch.
Dachte ich, doch es kam alles ganz anders.
Ein neuer,noch längerer Tag erwartete mich,
ich fuhr,es war noch Dunkel,zu einem Hotel in der Kieler Straße und holte Wäsche ab,diese wurde über den Tag bearbeitet und sollte von mir abends wieder geliefert werden.
Die Zeit nutzte ich um endlich die Geschirrtücher an den Kunden auszuliefern.
Ich fühlte mich schon ein wenig wie ein Profi....King of the Road,und so,
lässig ließ ich den linken Arm aus dem Fenster hängen,prombt wurde ich von einer Wespe ,groß wie ein Königspudel,gestochen.
Doch ich war ein zäher Bursche und ließ mir nichts anmerken,vom Fahrtwind wurden meinen Tränen schnell getrocknet.
Ich machte den 207 komplett dicht,aus Fehlern sollte man lernen.
Für seine 600000 Kilometer lief er noch erstaunlich gut,und so war es kurze Zeit später endlich soweit.
Mein allererster Lieferschein sollte unterschrieben werden.
Ich freute mich riesig über meine Leistung,
mußte dann aber feststellen,
es gab hier keine Friedenstr.2 und den Kunden Dr.Müller schon garnicht.
Wenig später merkte ich dann,hier stimmt was nicht,
war Dr.Müller umgezogen,und hatte seine Nr.2 mitgenommen ?
Blödsinn,warum sollte er das machen.
So kurz vor dem Ziel ließ ich nicht locker,
geschickt griff ich nach dem Funkgerät.
Nach einiger Zeit hatte ich mich mit dem einen Knopf
(on/off) vertraut gemacht.
Ich wollte ihn gerade drücken ,da geschah es,
da war es wieder-ABBRECHEN-ABBRECHEN,
ok-morgen ist auch noch ein Tag.
Als ich kurz vor Mitternacht das Firmengelände erreichte,traute ich meinen Augen nicht,
alle hatten den Betrieb bereits verlassen.
Nur die Hauswand war noch da,sie schien regelrecht auf mich zuwarten,
aber ich trickste sie aus,und parkte auf der Straße.
Die wenigen Stunden bis zum Arbeitsbeginn verbrachte ich im Wagen.
Ich zählte mal wieder die Geschirrtücher,
es waren immer noch 50,leider vom vielen zählen nicht mehr ganz sauber .....
Ich hatte also die Nacht im Wagen verbracht,
als der Morgen graute,
tauchten die ersten Kollegen auf.
Unter anderem auch die Fahrer Andreas L. und Detlef F.
da wir noch etwas Zeit hatten,"fachsimpelten" wir über unsere Erfahrungen ,und den Verkehr in Hamburg und Umland.
Andres fragte mich wie weit ich schon in den Süden vorgedrungen war.
Ich druckste rum,gab dann aber zu,bis Harburg-Abfahrt Heimfeld,ergo hinterm Tunnel gleich rechts.
Die beiden lachten und erzählten mir die tollsten Geschichten,von Spanien,Portugal,selbst in Afrika waren sie schon gewesen.
Ich ließ mich nicht lumpen und erzählte von meinem Schrebergarten bei Buxtehude.
Als ich gerade bei den Runkelrüben war,und wie gefährlich das pflücken der Erdbeeren sein kann .....
kam zu meiner Rettung der Chef.
Er teilte die Touren ein,und erklärte mir das die von mir gesuchte Friedensstraße in Rellingen und nicht in Halstenbek ist.
An diesem Tag durfte nun nichts mehr schief gehen,
ich hatte die richtige Adresse ,im richtigen Dorf.
Jetzt mußte es einfach klappen,
es klappte aber nicht ....
denn mit der Zeit war es Mittwoch geworden,
und da haben Ärzte manchmal zu.
Am Donnerstag rief Dr.Müller dann in der Firma an,
die Tücher werden langsam knapp,
ob wir denn mal liefern könnten ?
Über Funk gefragt,sagte ich, logisch-bin gleich da.
Elegant parkte ich den Riesen vor der Tür.
Selbstsicher und dennoch etwas aufgeregt ging ich los,plötzlich stolperte ich-was auch sonst-
die Tücher flogen in einem hohen Bogen in eine große Pfütze ( sowie wir sie als Kinder liebten )
und saugten das kühle Nass begierig in sich auf.
Über Funk ließ ich von der Firma anfragen,
ob denn eine Lieferung auch am Freitag möglich ist,
mein beinahe erster Kunde willigte ein.
Ich muß gestehen ,diese erste Woche war schwer,
aber am Freitag ging dann alles klar,
also...fast,
denn ich hatte den Lieferschein in der Firma vergessen.
Und das wirklich oberste Gebot war,
ohne Lieferschein ,keine Lieferung.
Kurze Zeit später,ich weiß nicht warum,hat uns Dr.Müller dann verlassen,eventuell war die Aufregung zuviel für ihn.
Aber so ist das halt,man kann es nicht allen Kunden Recht machen.