PDA

Vollständige Version anzeigen : Öleinfüllmaschine für Getriebe- und Diff.-Öl


PornoGrill
04.12.2007, 22:32
Hier mal ein kleiner Bericht über meine Ölwechselaktion vom letzten Wochenende:

Nachdem sämtliche Flüssigkeiten in meinem 124er mittlerweile ihren 14ten Geburtstag gefeiert hatten habe ich mich entschlossen alle in Rente zu schicken.

Angefangen bei der Bremsflüssigkeit, (diese war schon fast schwarz) weiter bei dem Hydrauliköl für die Niveauregulierung und nun Getriebe- und Differentialöl.

Leider hat meine Speicherkarte der Digitalkamera einen defekt. Somit sind von den ca. 10 geschossenen Fotos nur eines was geworden. :o Daher etwas mehr Text.

Zuerst hatte ich das Fahrzeug ziemlich waagerecht aufgebockt. Dazu habe ich einen großen Rangierwagenheber genommen und den hinteren Teil des T-Models angehoben. Nun habe ich je einen großen Yton-Stein (schreibt man die so?) flach auf den Boden gelegt und darauf (2x2) Kalksandsteine genau unter die beiden hinteren Hebepunkte des Fahrzeuges positioniert. Nun noch zur Lastverteilung je ein Brett auf die KS-Steine, dann den Rangierwagenheber vorsichtig abgelassen.
Die weichen Yton-Steine habe ich genommen, um Unebenheiten am Boden auszugleichen. Die ganze Steinkonstruktion ist mir lieber, als vier Unterstellböcke. Denen traue ich irgendwie nicht so recht.

Nun habe ich das ganze noch vorne wiederholt. Der Wagen stand dann sehr stabil, waagerecht und hoch genug, um mit einem Rollbrett darunter zu arbeiten.

Angefangen habe ich mit dem wechseln des Differentialöls. Das Diff. war noch ca. Handwarm, als ich damit begonnen hatte.
Um besser Arbeiten zu können, habe ich die letzen drei Gummies der Auspuffanlage abgemacht und den Endtopf zur Seite verschoben. Diesen habe ich natürlich etwas unterfüttert, damit die Auspuffanlage entlastet ist.

Bevor ich das Diff.-Öl abgelassen hatte, habe ich die Einfüllschraube gelöst. Ist bestimmt ärgerlich, wenn man erst das Öl ablässt und dann feststellt, dass man die Einfüllschraube nicht losbekommt. ;)
Dazu wird ein 14er Inbus benötigt. Ich hatte das Glück, einen 14er Inbuss zu besitzen, den man in eine Knarre stecken kann. Da meine Schraube sehr sehr stramm saß, habe ich aber anstatt Knarre gleich den Pressluftschlagschrauber genommen, nachdem ich mich mehrmals vergewissert hatte, das dieser auch richtig herum dreht. :rolleyes:

Einmal PrüdPrüdPrüd und die Schrauben waren lose. Den Rest konnte man dann mit Hand losschrauben.

Das ganze Öl habe ich dann in ein Auffanggefäß laufen lassen. (Dauerte ca. 5 bis 10 Minuten)
Ablasschraube wieder draufgedreht und Handfest angezogen. (Drehmoment weiß ich leider nicht, ist aber dicht :eek: )

Und nun kommt meine Öleinfüllmaschine für Getriebe- und Diff.-Öl ins Spiel. :D

Hier mal das Bild dieser tollen Erfindung: KLICH MICH (http://www.timo-buechel.de/124/oeleinfuellmaschine/oeleinfuellmaschine.jpg)

Wir sehen hier eine ganz normale Spritzkanne für destilliertes Wasser. Diese fast ca. 500 ml Flüssigkeit. Ich habe aber immer nur 250 ml eingefüllt.
Das schöne daran ist, dass man den gebogenen Hals (2) der Kanne in die Öleinlassöffnung des Getriebes oder Differential hängen kann. Über den drangebastelten Schlauchanschluss (1) habe ich Druckluft in die Kanne gegeben, was das Öl dann durch den Hals (2) herausdrückt. So habe ich es in ca. 5 Minuten geschafft, das komplette Öl ins Differential zu gießen, ohne das auch nur ein Tropfen daneben ging. Gleiches gilt für das Getriebeöl.

Da sich die Kanne unter Druck etwas aufbläht (besonders der Boden wölbt sich nach unten), muss dass Steigrohr in der Kanne etwas verlängert werden. Dazu habe ein ca. vier Zentimeter langes Schlauchstück aus dem Aquariumzubehör verwendet.
Besonders wichtig ist, dass man den Zuleitungsschlauch nicht fest mit der Kanne verbindet. Dieser muss bei zu viel Druck abfliegen können. Man stelle sich vor, die Kanne platz unter dem Druck und man liegt mit dem Gesicht nur wenige Zentimeter daneben unter dem Auto. :eek:

Daher Schutzbrille :cool: , Mundschutz und Handschuhe tragen!!!!!

Das Aufgefangene Öl habe ich dann wieder in die Gebinde umgefüllt, wo das neue drin war. Samt Kassenbon bin ich dann zum Verkäufer gefahren und habe ihm das alte Zeug wiedergegeben. Somit war ich das giftige Zeug auch los.

Ich werde auch noch ein paar Bilder mehr von der tollen Maschine machen. Aber erst muss ich ne neue Speicherkarte kaufen...

Viele Grüße

Timo

Mark-RE
05.12.2007, 13:07
Ich hab ne einfache Handpumpe von Reihlang, mit Ein und Ausgangsschlauch, hängste eines in de Flasche und die 2. ins Diff und 5 Hübe is dass Ding voll ;)

War nicht mal teuer.

Jürgen Sch.
05.12.2007, 17:27
ich da so an den TÜV in Ffm. denke - alle 2 Jahre muss die Bremsflüssigkeit
gewechselt werden - egal ob bei meinem Dicken oder dem Golf meiner Frau.
Bis jetzt jedes Mal -aber....es ist mir recht....weil :eek:
-KLICK- (http://de.wikipedia.org/wiki/Hygroskopie)

MfG - j.

gomorra
05.12.2007, 19:03
Jo, so was habe ich mir auch gebaut.....und es funktioniert bestens!!! Das schöne ist....der Druck ist regelbar.....

Siehe Foto;)